Eleanor Coppola

Circle of Memory

Die Dokumentarfilmerin und Künstlerin, die seit über 40 Jahren mit dem Filmemacher Francis Ford Coppola verheiratet ist, schuf ein bewegendes Kunstwerk. Gemeinsam mit fünf Künstlern, der Schriftstellerin und Fotografin Jean McMann, dem Soundtechniker Richard Beggs, der Ausstatterin Robilee Frederick, der Architektin Elizabeth Macdonald,  und dem Lichttechniker Alexander V. Nichols entstand der Circle of Memory.

Dieser ist inspiriert von prähistorischen Hügelgräbern. Insbesondere irische Ganggräber, die vor Tausenden von Jahren errichtet wurden, waren ausschlaggebend für das Projekt. Gebaut aus sorgfältig ausgewählten Steinen, dienten diese Gräber über viele Jahrhunderte für Zeremonien der Erneuerung und als letzte Ruhestätte. Der Circle of Memory, errichtet aus Strohballen, ruft deren Form und Bedeutung in Erinnerung.

Man betritt die Installation über einen Gang mit einem Dach aus Ästen und erreicht den inneren Kreis durch einen Vorhang aus Schweinedarm. Vom Dach dieser Kammer rieselt Salz auf den Boden und aus den Lautsprechern sind Kinderstimmen zu hören. Der äußere Kreis besteht aus Bilder von kultischen Steinen aus Irland. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, eine Botschaft oder einen Namen auf ein Stück Papier zu schreiben und in die Strohballen zu stecken. Auf diese Weise wird der Circle of Memory ein Ort, der Erinnerungen speichert und abrufbar macht.

Den persönlichen Hintergrund für die Installation bildet eine Reise, die Eleanor Coppola und Jean McMann in den 90er Jahren nach Irland führte. Dort besuchten sie Hügelgräber und nahmen im Inneren eines Grabes eine Erinnerungszeremonie vor, in der sie verstorbener Menschen gedachten. Coppola gedachte ihres ältesten Sohnes, Gian-Carlo Coppola, der 1987 im Alter von 22 Jahren bei einem Unfall gestorben war. Sie beschloss, die tiefen Emotionen, die sie  erfasst hatten, in ein Kunstprojekt zu verarbeiten.

Eleanor Coppola

Eleanor Coppola ist ausgebildete Dokumentar-Filmerin, Künstlerin and Kostümdesignerin. Bei den Dreharbeiten zum Low-Budget Independet Film Dementia 13 lernte sie den Filmemacher Francis Coppola kennen. Ein Jahr später heirateten die beiden.

Während der Dreharbeiten zu Apocalypse Now auf den Philippinen drehte Eleanor Coppola das Material für den von der Kritik gefeierten film Hearts of Darkness: A Filmmakers Apocalypse, der einen Emmy gewann. 1979 veröffentlichte sie das Buch Notes, in dem sie ihre Erfahrungen während der Dreharbeiten zu Apocalypse Now schilderte. In der Dokumentation The Making of „The Rainmaker“ (1995) zeigt sie, welche Techniken Francis Coppola in der Zusammenarbeit mit Schauspielern anwendet.

Eleanor Coppola drehte mehrere Dokumentation zu den Filmen ihrer Tochter und ihres Sohnes – The Making of The Virgin Suicides, On the Set of ‚CQ’ und The Making of Marie Antoinette.
2007 kam ihre Dokumentation über Francis Coppola mit dem Titel Coda: Thirty Years Later heraus. Ihr Buch Notes on a Life wurde im Mai 2008 veröffentlicht.

Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten

2. bis 31. August 2008

Täglich von 09:00 - 22:00 Uhr

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