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DIE BESTEN KÖCHE DER WELT - ZU GAST IM IKARUS

FILM NOVEMBER
CHRISTIAN BAU

Gastkoch November 2016: Christian Bau

Stilbruch im Genusstheater

Spannend, emotionsgeladen und am Ende voller Harmonie: Ein Abend  in Victor’s Fine Dining by Christian Bau ist wie ein perfektes Theaterstück. Dass der Küchenchef bei der Inszenierung einen markanten Stilbruch  von der Klassik zur Moderne vollzieht, macht das Ganze nur noch aufregender.

Perl-Nennig klingt vielleicht nicht nach pulsierender Großstadt, und tatsächlich sollte man auf dem Weg in die hinterste Ecke des Saarlands sein Navigationsgerät zumindest stets einsatzbereit halten. Ganz sicher aber ist Perl-Nennig eine Metropole der Kulinarik. Denn im historischen Renaissance-Schmuckstück Schloss Berg, heute ein renommiertes 5-Sterne-Superior-Hotel der Unternehmensgruppe Victor’s Residenz-Hotels, befindet sich das Restaurant Victor’s Fine Dining by Christian Bau.

Der Zusatz „by  Christian  Bau“ in der Betitelung des Restaurants mag etwas sperrig sein, aber der Name des Küchenchefs bürgt nun mal für Qualität. Höchste Qualität. Schon die Stationen seiner Ausbildung lesen sich wie das Who’s who der deutschen Hochküche: darunter das Hotel Sonne Eintracht in Achern, das Hotel Talmühle in Sasbachwalden und das Le Canard in Offenburg. Den letzten Schliff verpasste ihm dann niemand geringerer als Harald Wohlfahrt, in dessen Schwarzwaldstube Bau fünf Jahre lang als Souschef arbeitete.

1998 schließlich boten ihm die Victor’s Residenz-Hotels die Leitung des Restaurants im Schloss Berg an. Seither ist Christian Bau sein eigener Herr in der Küche und als solcher zieren seine Schürze die höchstmöglichen kulinarischen Orden. Seinen ersten Michelin-Stern erhielt er bereits im Jahr der Übernahme des Restaurants. Im Jahr 2005 wurde er nicht nur „Koch des Jahres“, sondern mit seinem dritten Michelin-Stern auch der jüngste deutsche Koch, dem diese Ehre jemals zuteilwurde.

Trotz all der Auszeichnungen und Lobeshymnen nahm Bau im Jahr 2008 eine scharfe Abzweigung auf seinem kulinarischen Lebensweg.

Der dritte Stern war ein unglaublicher Erfolg. Aber danach ist in mir auch eine Welt zusammengebrochen. Wir hatten bewiesen, was wir draufhaben, aber es hat mir keinen Spaß mehr gemacht.

Christian Bau

Also folgte Bau seinem Herzen. Er verließ die traditionelle französische Haute Cuisine und wandte sich einer leichteren, zeitgemäßen und weltoffenen Küche zu. Leichter, weil er von nun an bei der Zubereitung der Speisen beinahe gänzlich auf Sahne und Butter verzichtete. Zeitgemäß, weil er sich neuen Techniken öffnete und den Grundaufbau der Gerichte einer Modernisierung und Reduzierung auf die wesentlichen Elemente unterzog. Weltoffen, weil ihm eine Reise nach Japan gänzlich neue kulinarische Horizonte eröffnete.

Seither lässt Christian Bau bei der Kreation seiner Gerichte, ausgehend von einer immer noch auf der klassischen Küche basierenden Linie, verstärkt japanische Produkte und Aromen einfließen und schlägt damit eine aufregende Brücke zwischen europäischer und asiatischer Küchenkultur – unterstützt durch das diffizile Spiel mit Kontrasten wie süß – sauer – salzig, kross – weich oder heiß – kalt. Bau:

Ich möchte ein Genusserlebnis bieten, um geschmackliche Sensibilisierung zu ermöglichen. Unsere Gerichte dürfen gerne polarisieren, sind aber für jeden zugänglich, ohne zu überfordern.

Christian Bau

Keine leeren Worte, denn dass ihm das gelingt, beweist Bau eindrucksvoll: Das belegt schon allein die Tatsache, dass Christian  Bau trotz des radikalen Stilbruchs seine drei Michelin-Sterne stets verteidigen konnte. Und er beweist es natürlich mit seinen Gerichten. So lässt Bau drei unterschiedlich zubereitete Sashimi mit Hamachi, Sockeye-Lachs und Gelbflossen-Thunfisch einzeln nacheinander servieren und ermöglicht dem Gast damit drei einzigartige Geschmackserlebnisse von rohem Fisch und Meeresfrüchten. Mindestens genauso anregend ist die Kombination von Jakobsmuschel und Auster mit kandiertem wildem Kombu, Yuzu und Umami-Sud oder von Wolfsbarsch und gegrilltem Aal mit japanischer Aubergine, Ladyfingers und Kojyuvinaigrette. Mit dem Erlebnis solch spannungsgeladener Gerichte ist eine Reise nach Perl-Nennig aber noch lange nicht komplett.

Dafür sorgt nicht zuletzt das kulinarische Konzept, das der Küchenchef mit seiner Frau und Service-Chefin Yildiz Bau verfolgt.

Ein Besuch im Victor’s Fine Dining by Christian Bau soll persönlich, herzlich, fast familiär ablaufen. Wie in einem perfekt inszenierten Theaterstück greifen in dem Restaurant Küche, Service und Ambiente ineinander, wobei der Gast immer im Mittelpunkt steht und auf einer Woge der Emotionen durch den Abend getragen wird.

Christian Bau

Diese Woge schwappt im November 2016 auch nach Salzburg, wo Christian Bau als Gastkoch des Restaurant Ikarus im Hangar-7 zu einem perfekt inszenierten Abend voll harmonischer Widersprüche einlädt.

Gastkochmenü Christian Bau

Snacks

Cornet vom Bio-Ox mit Räucherfischcrème
Taschenkrebs mit Dashi & Wassermelone
Stein- und Gemüsegarten mit Yuzu-Miso-Ganache & geeistem Koriander
Chawanmushi mit Schnecken & Chinesischem Schnittlauch
2015 „vom Löss“, Weingut Der Pollerhof, Weinviertel, Österreich

Menü Christian Bau

Tag am (japanischen) Meer’
Hamachi / jodige Aromen / Gartengurke
2013 Papillon, Domaine de l´Ausseil, Roussillon, Frankreich
***
Gänseleber aus der Landes
Café Arabica / Haselnuss / Sauerkirsche
2008 Vin de Constance Magnum, Klein Constantia, Constantia, Südafrika
***
Coquille Saint-Jacques
Erdartischocke / Zitrus / Imperial Kaviar
2011 Burgunder Cuvée, Weingut Georgium, Kärnten, Österreich
***
Roter Gamberoni
Yamswurzel / grünes Thai-curry / Jasminreis
2015 Riesling „Saarfeilser“ Grosses Gewächs, Weingut St. Urbans-Hof Nik Weis, Mosel, Deutschland
***
Bar de Ligne
BBQ-Aal / japanische Aubergine / Kojyuvinaigrette
2014 „Les Champs Libres“, Guinaudeau Vigneros, Bordeaux, Frankreich
***
Taube von ‘Theo Kieffer’
Palmherz / wilder Brokkoli / Purple Curry
2011 Spätburgunder „Pinot Noix“, Daniel Twardowski, Mosel, Deutschland
***
Multivitamin
Gesunde, exotische Früchte in Textur
***
‘Souvenir aus Asien’
Pandan / Nashibirne / Ingwer
Sparkling Sake Junmai Ginjo „Natural“, Ninki-Ichi, Fukushima, Japan
 

€ 210,00

* Preis für die Weinbegleitung € 128
Beachten Sie bitte, dass unsere Menüs nur Tischweise bestellt werden können.

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Wer den besten und innovativsten Köchen der Welt bei der Arbeit zusehen möchte, hat bei ServusTV die Gelegenheit dazu. Die Dokumentationsreihe „Die besten Köche der Welt – Zu Gast im Ikarus“ zeigt die Gastköche hautnah. Sehen Sie, welche Herausforderungen das Team des Restaurant Ikarus zu bewältigen hat und was Executive Chef Martin Klein bei seinen Reisen in die Heimat seiner Gastköche entdeckt.

So 15.10.21:15Die besten Köche der Welt - Zu Gast im Ikarus - Nicolai Norregard

Victor's Fine Dining by Christian Bau

Perl-Nennig/Mosel, Deutschland

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